1. Das Glaubensbekenntnis
Die Schahada ist das Bekenntnis zum einen Gott und zu Muhammed als seinem Gesandten. Sie bildet die Grundlage der weiteren religiösen Pflichten. Der Glaube umfasst außerdem Engel, Propheten, heilige Schriften, die Auferstehung und das Jüngste Gericht. Niemand darf gezwungen werden, sich zum Islam zu bekennen.
2. Das Gebet
Das rituelle Gebet (Salah, türkisch Namaz) wird fünfmal am Tag verrichtet: vor Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, abends und nachts. Es verbindet Koranrezitation und Bittgebete mit festgelegten Bewegungen. Wenn möglich, beten Gläubige gemeinsam in der Moschee; auch ein sauberer Ort zu Hause ist geeignet. Die Gebetsrichtung weist zur Kaaba in Mekka.
3. Das Fasten
Im Ramadan verzichten Musliminnen und Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Das Fasten stärkt Dankbarkeit, Geduld und Mitgefühl mit Bedürftigen. Der Ramadan endet mit dem Ramadanfest.
4. Die Armensteuer
Die Zakah ist eine jährliche soziale Pflichtabgabe. Sie dient der Unterstützung Bedürftiger und wird traditionell mit 2,5 Prozent des entsprechenden Vermögens berechnet.
5. Die Wallfahrt
Der Hadsch ist die Pilgerfahrt nach Mekka im letzten Monat des islamischen Mondkalenders. Die Kaaba ist das Zentralheiligtum und zugleich die Gebetsrichtung. Zum Abschluss der Wallfahrtszeit feiern Musliminnen und Muslime weltweit das Opferfest.
