Propheten empfangen und verkündigen göttliche Botschaften. Muhammed (Friede sei mit ihm) gilt im Islam als letzter Gesandter Gottes. Ihm wurde der Koran über 23 Jahre offenbart. Seine Aussprüche und seine Lebensweise wurden von seinen Gefährten bewahrt und als Prophetentraditionen (Hadithe) überliefert.
Kindheit und Jugendzeit
Muhammed wurde um 571 n. Chr. in Mekka geboren. Er verlor früh seine Eltern und wuchs zunächst bei seinem Großvater, später bei seinem Onkel auf. Schon vor seiner Berufung galt er als vertrauenswürdig und wurde „al-Amin“, der Vertrauenswürdige, genannt. Im Alter von etwa 25 Jahren heiratete er Khadija.
Offenbarung und Botschaft
Im Jahr 610, im Alter von 40 Jahren, empfing er nach islamischer Überlieferung durch den Engel Gabriel die erste Offenbarung auf dem Berg Nur. Über 23 Jahre wurde der Koran Vers für Vers offenbart. Seine Botschaft betonte den Glauben an Gott, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und hohe moralische Werte.
Toleranz und Mitmenschlichkeit
Der Prophet lehrte einen respektvollen Umgang mit Andersdenkenden und Andersgläubigen. Die koranische Aussage „Euch euer Glaube, mir mein Glaube“ wird als Aufruf zur Achtung religiöser Überzeugungen verstanden. Auch Fürsorge für Nachbarn, unabhängig von deren Glauben, gehört zu den überlieferten Lehren.
Hidschra und Tod
Im Jahr 622 wanderte Muhammed mit den Muslimen von Mekka nach Medina aus. Dort wurden Abkommen mit unterschiedlichen Gemeinschaften geschlossen. Er starb 632 in Medina. Für Musliminnen und Muslime bleibt das friedliche Zusammenleben aller Menschen eine zentrale Botschaft seines Lebens.
